Drucken

Das „Bamberger Hörnla“ stellt sich vor

am .

Wer beim „Bamberger Hörnla“ an den lockenden Duft eines frisch gebackenen Butterhörnchens denkt, kennt nur eine Spezialität der Domstadt. Die zweite dieses Namens gehört zur Familie der Nachtschattengewächse, bedarf mehrmonatiger intensiver Pflege und guter Boden- und Witterungsbedingungen, bevor sie im September von Hand das Licht der Welt erblickt. Es gibt sie nur in der Bamberger Region.

Dieses „Bamberger Hörnla“ wurde 2008 zur „Kartoffel des Jahres“ gekürt. Die alte, fast ausgestorbene Sorte mit der typischen Hörnchenform und dem nussig intensiven Geschmack ist festkochend und etwas für Liebhaber des Besonderen. Zur anstehenden Bayerischen Landesgartenschau, die vom 26. April bis 7. Oktober 2012 ihre Pforten in Bamberg öffnet, wird ihr jetzt eine weitere Ehrung zuteil:

Der Bamberger Gold- und Silberschmiedemeister Friedemann Gideon Haertl, ehemals Vorsitzender der mainfränkischen Slow-Food-Gruppe, leidenschaftlicher „Hörnla-Esser“ und Liebhaber der Bamberger Gartenstadt, hat dieses Meisterwerk der Natur als Schmuckstück verewigt. Die handgemachten Unikate können als Anhänger an dem von ihm kreierten Gärtnerbettelarmband oder als Solisten an Hals- und Handykettchen getragen werden.

Haertl, dem es auch in seiner Werkstatt stets ein Anliegen ist, die Tradition des Handwerks neu zu denken und durch Rückgriff auf Altbewährtes zeitgemäße Formensprachen zu entwickeln, will damit einen Beitrag zum Schutz alter und seltener Kulturpflanzen leisten, die im Zeitalter der Lebensmittelindustrie und des Einheitsgeschmacks nur allzu leicht in Vergessenheit geraten.

„Bamberger Hörnla“, Messing patiniert